ach ja grüßt Murphy von mir, wenn ihr ihn seht..

JA, das mein ich so, wie ich es schreibe – zeitnah nach einem verrückten, chaotischen oder soll ich einfach nur sagen “typisch gruseligem” Kurztrip.
Ja wie sagt Murphy? Alles was schiefgehen kann geht auch nur schief.
Jepp, Murphy, das Thema hab ich ja schon mal mit Dir abgehandelt, wer es nachlesen will, ihr findet meine Meinung über dieses Gesetz
hier: Was ‘Murphy” verschweigt

Gut, ich habe damals geschrieben, dass viele Dinge, auch wenn sie nicht nach Plan verlaufen, trotzdem oder gerade dann, etwas Positives im Nachhinein haben. (Ich schreib bewusst viele, weil es auch Dinge gibt, die ich auch aus eigener Erfahrung bis heute nicht wirklich positiv sehe… aber das sind Dinge, auf die ich nicht wirklich in irgendeiner Form einen Einfluss habe). Dieses “Alles-geschieht,-weil-Du-es-Dir-wünschtGefasel”  ist nicht ganz meine Welt, aber das ist ein anderes Thema.Hier geht es darum, dass ich durch aktives Handeln, trotz oder besser wegen nicht geplanter Ereignnisse, die sicher für viele einfach nur negativ wären – ein positives Ergebnis erziele.  Das geht?

JA!

hundertmal  Ja ist meine Meinung. Allerdings muss man tätig werden. Gut ich kann auch sitzen bleiben und jammern.

Ich weiß, viele würden jetzt sagen, wie kannst Du so etwas gut finden? Mhh.. ES ist gut, und es war gut für mich ! Weil ich nur so feststellen konnte, dass meine Entscheidung, meine Entscheidung ist. Nicht die, von Freunden mit guten Ratschlägen, die Ähnliches getan haben wie ich und dieses Land verlassen haben, sei es nach Spanien, in die USA, Richtung Outback, in die Niederlande oder nach England oder Schweden.Gut der Tenor von allen ist der gleiche: Für mich ist es hier besser, hier geht es mir gut.

Genau! Da liegt der Punkt – wo ist es für mich besser hier oder dort? Sagen wir mal im BetaQuadranten? Gut durchgegangen bin ich da ja schon zig Punkte mit Freunden die schon dort sind – mit einem Menschen, der mir vielleicht näher steht, als ich das zugeb und mit Freunden die von hier schon in den BetaQuadranten  geflogen sind. Und auch mit Menschen, die ich dort teilweise (bisher leider) nur Online kenne.

Pro und Contra wurde immer wieder beleuchtet. Aber wie ist es dann live und in Farbe? Und zwar so richtig Live- Alltagslive mit Stress und unvorbereiteten Komplikationen? Wie ist es mit der Sprache dort, wenn es auch nur  ne Art Dialekt der Deutschen Sprache ist? “Moi dat Börisch versta i ja och.. aber kann ich es zoin?”. Ich versteh es, ich schreibe es, aber reden? Praxis und Theorie sind gerade in diesen Punkten zwei Dinge.

Nun, alle Planungen werden ernst. Ich also vor Ort- Wohnungssuche war angesagt – irgendwie auch ‘ne stressige Zeit vorprogrammiert. Ok das war mit Ansage. Aber: Es kam wie es kommen musste, eigentlich von Anfang an. Zu späte Abfahrt meinerseits… auf manchen Strecken machen 30 Minuten gerade morgens früh  Sinn. Eine nicht angekommene SMS, das Termin verschoben andererseits – Murphy läßt grüßen! Trotzdem – egal – wird die Zeit halt anders genutzt. Kann ich vor Ort schon mal so belanglose Dinge wie Makler aufsuchen und Konto eröffnen erledigen.

Ein Termin stand ja schon auf der Liste. Hausbesichtigung und zum Glück (och, wenn ich weiß ich hätte es allein gekonnt) Stand mir da jemand trotz viel Stress zur Seite. Die Hilfe war am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt. Und brachte mich selbst für eigene Gespräche, wo ich allein stand weiter.

Doch Murphy lässt ja nicht locker:

Irgendwas in der Planung lief schief – und das gebuchte Zimmer stand prompt nicht parat.Was tun? anderes teures Hotel? Die Pläne die ich habe liessen das eigentlich nicht zu, da ich das Geld lieber in meine Zukunft investier. Ich ärger mich – über mich, weil ich schon morgens gedacht hab: Hey, nimm für alle Fälle den Schlafsack mit. Dachte aber dann an das “positiv-Denken-Geschrei” “Willst Du jetzt schon negativ denken? Das irgendetwas nicht klappen könnte? Nein also lass den Schlafsack zu Hause.  Da sind wir wieder bei der Sache  – hätte ich auf meinen Bauch gehört – aber och das ist ein anderes Thema.

Ich hab positiv gedacht – wirklich den Schlafsack zu Hause gelassen (naja, das was noch so mein Zuhause ist) und trotzdem die Nacht im Auto verbracht. Hab ich früher öfter gemacht, warum nicht auch heute? Ok – ne Decke wäre sinnvoll gewesen und meine  wollige Winterjacke war tagsüber nicht wirklich angebracht (weil auch das Wetter hier einfach milder )- aber auch die hatte ihren Sinn. Meine Weste ist ein ideales Kopfkissen und jetzt weiß ich, dass das Riesensaunatuch, welches mir  meine Oma vor Jahren geschenkt hat, auch eine andere Bestimmung haben  kann als als Badetuch oder Saunatuch. Die Größe reicht- zumindest für etwas kleinere Menschen wie mich durchaus aus, um als Wolldeckenersatz zu dienen.

Aber das Verrückteste:Trotz des komischen Bettes – ich hab seit Wochen, das erste mal wieder geschlafen.. ohne Grübeln (hätte vielleicht Grund genug gehabt? Nein irgendwie nicht.. ich hab gepennt.Gut vor dem Einschlafen noch den Tag Revue passiert – auch die ein oder andere Info verarbeitet. Aber ich konnte schlafen. Gut ich hätte vielleicht einiges gerne vor Ort geregelt, aber ich weiß, es gibt Dinge die brauchen Zeit.) Und morgens bin ich trotz der ungewöhnlichen Situation wach geworden und hatte keine stundenlangen Hustenattacken. Wer mich kennt, weiß wie ich auf Stress und besondere Faktoren reagiere. Die Alveoloen machen dicht und seit Wochen nein eigentlich seit Monaten habe ich das hier im Sauerland nicht wirklich anähernd für längere Zeit in den Griff bekommen. Auch andere “gesundheitliche” Wehwechen, waren nicht vorhanden. Trotz des Stresses vor Ort? War es wirklich Stress oder nur eine positive Entwicklung in die richtige Richtung?

Nach dem zweiten ungewöhnlichen Tag weiß ich, es war einfach alles richtig. Für mich! Die Entscheidung umzuziehen – egal wer  da helfend zur Seite steht. Hier fühl ich mich Wohl. Das Klima die Menschen – ein offeneres Miteinander – ok mir bleibt gar nix anderes übrig als diese komische Sprache zu sprechen, ob nun im Cafe oder an der Kasse, beim Tanken oder im Kiosk – Makler oder Bank -irgendwie muss ich denen ja begreiflich machen,  was ich will. Und irgendwie geht das auch. Die meisten Menschen kommen einem entgegen und hier  würden die Menschen wohl mit dem Kopf schütteln, wenn man sich in einem vier Sprachen-Mix sich unterhält. Aber  – es geht. Und es geht mir dort schon- trotz der Umstände gesundheitlich besser.

Wie sagte heute jemand zu mir? Das sagt Dir doch alles?Oh ja – für mich geht es einfach dorthin. Ich war da nicht fremd – obwohl ich gerade die Freunde nicht greifbar hatte. . Jou, über WLan  und Lappy hätte ich auch nachdenken sollen, ist irgendwie aber auch untergegangen, aber vielleicht ist genau diese Erfahrung gut! Die Menschen auf meiner Freundesliste waren auch nicht wirklich greifbar und ich musste da allein durch.Klar hab ich immer wieder betont, dass ich das auch muss. Logisch. Weiß aber auch im Vorfeld, wie oft ich wirklich über manche Dinge in der Zukunft nachgedacht habe. Leise und laut- weil unabhängig sein wollen und wirklich unabhängig zu sein, sind noch zwei unterschiedliche Dinge!

Ich weiß – nur wegen dieser Murphy Gesetze, (Alles was nur schiefgehen kann geht auch schief), die hätten Motto sein können, wenn man alles negativ sieht, weiß ich genau was ICH will. Und das wird umgesetzt.

Nee, auch hier pack ich mir an meine eigene Nase:

Dinge gehen nicht schief, weil sie schief gehen müssen, sondern weil uns dadurch viel schönere Dinge zu teil werden sollen! © Sylvia Tubbesing

Oder:

Grüßt Murphy von mir, wenn ihr ihn seht,  für irgendwas ist das alles gut!  © Sylvia Tubbesing

Für mich war es einfach wichtig. Und die Umsetzung erfolgt in Kürze. Witzigerweise stehen jetzt hier auch LKW und Helfer schon parat. Kisten sind eh gepackt. Ok die richtige Wohnung noch nicht gefunden, doch es gibt einen auch Plan K –  dank der ungewöhnlichen Tage im BetaQuadranten. Wäre wohl ohne die Murphy  nicht so schnell gewachsen!

Und alles andere, weiß ich, wird sich finden.

Daher: Seht nicht alles negativ. Ich hab die Tage einfach genossen. Und auch die ersten xx Bilder von der “neuen” Heimat geknipst. Und finde meine Fotos für meine Cam sogar richtig gut! Auch da lass ich mir nicht reinreden. Vielleicht muss auch nicht alles “glatt” laufen und professionell sein. Hauptsache ist doch, dass man selber mit dem Ergebnis zufrieden ist! Und ein weiterer positiver Nebeneffekt? Ich schreibe wieder, hab Lust dazu, die Gedanken fliessen in Spruch-und Reimform oder auch als Text und heute einfach vieles umgesetzt. Ich hab für mich meine Perspektiven ausgelotet und das ist für mich und die Zukunft einfach der wichtigste Effekt. Ich weiß, was ich will. Meine Ziele stehen fest und können somit auch wirklich greifbar werden.

Heute weiß ich auch, wie lange so ein Reifungsprozess dauert – und dass man wirkliche Wichtige Entscheidungen – vor allem Entscheidungen, die auch das Leben, so wie es jetzt ist verändern, nicht überstürzen sollte. Es gibt Entscheidungen im Leben, die wachsen und reifen ganz langsam. Je nach Witterung stockt auch mal das Wachstum – aber ich glaube, dass ist wie mit Tomaten – die schnellgezüchteten Treibhaustomaten, sehen aus wie Tomaten, riechen wie Tomaten und schmecken nach nix. Die Tomaten, die man selber gezogen hat – die erst Blüten und Früchte treiben, ab und an gibt es einen Rückschlag. Hagel zerstört die ersten reifenden Früchte – kräftigere Früchte wachsen nach, das sind Tomaten, die schmecken!! Auch einfach im Vorbeigehen – aus der Hand.

Und so ist das mit wichtigen Entscheidungen, egal auf welcher Ebene, sie müssen schmecken. Nur ahnen, dass es gut ist… reicht nicht aus – allerdings ist genau dieser Wachstum nicht ganz einfach. Nur DAS ERGEBNIS LOHNT!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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